● MANV · Sichtung · Verbleib · Transport · Übung & Ernstfall

Massenanfall — jeder Patient ist zu jeder Zeit auffindbar.

QR-Karte um den Hals, Tablet in der Hand: Vorsichtung in Sekunden, jede Bewegung durch Ablage, Behandlungsplatz und Transport als Scan, Krankenhaus-Zuteilung nach gemeldeter Kapazität. Die Führung sieht die Bilanz live — und wer seit 30 Minuten nicht mehr gesehen wurde.

Vier Rollen, ein Ereignisstrom.

Sichter
Karte scannen, geführte Vorsichtung, Sichtungskategorie setzen, Verbleib wählen. Kamera-QR oder Eingabe.
Zonen-Scan
Am Eingang der Patientenablage, des BHP oder der Transportzone: Zone wählen, Karten durchscannen — Verbleib wird automatisch fortgeschrieben.
Transport
Warteliste nach Sichtungskategorie, Vorschläge nach freien Betten und Fahrzeit, Zuteilung, Ankunftsbestätigung.
Führung
Kacheln je Sichtungskategorie, Bilanz, Zonen-Belegung, Lückenerkennung — live auf Bildschirm, Lagemonitor und im ÄLRD-Dashboard des Stabs.

Was das Modul konkret kann.

Kartensätze & Patienten
  • Vorproduzierte QR-Karten mit Nummernkreisen je Präfix, PDF 8 Stück je A4 — für das Lanyard, lange vor dem Einsatz gedruckt.
  • Patient = Kennung: Sichtungskategorie und Verbleib denormalisiert für schnelle Anzeige; die Wahrheit ist der append-only Ereignisstrom.
  • Vorsichtung ≠ ärztliche Sichtung — beide als getrennte Ereignisse, Geschlecht/Altersklasse/Mobilität/Verletzungsart optional.
  • Verbleib-Kette: Einsatzort → Ablage → BHP → wartet auf Transport → im Transport → Krankenhaus; auch selbstständig entlassen, abgelehnt, entfernt, verstorben.
Sichtungs- & Scan-Tablets
  • Geführte Vorsichtung am Tablet (an PRIOR angelehnt; Wortlaut mit dem LNA abstimmbar), Kamera-QR per BarcodeDetector mit Eingabe-Fallback.
  • Sichtungsgeräte ohne Konto: Feld-Tablets per QR einrichten, Rolle Sichtung / Zonen-Scan / beides, Bediener-Name statt Login.
  • Offline-fähig: PWA mit Service Worker; Aktionen werden lokal gepuffert und beim nächsten Netz idempotent synchronisiert — mit Original-Zeitstempel und „nacherfasst“-Kennzeichnung.
  • Geräteverwaltung: Soll-Standort, zuletzt gesehen, letzte Zone, Token rotieren oder sperren.
Zonen & Lücken
  • Zonen: Patientenablage, Behandlungsplatz, Transportzone, Rettungsmittelhalteplatz, Sonstige — legen automatisch einen Einsatzabschnitt in der Lage an.
  • Dauerscan am Zoneneingang: setzt die Zone und den passenden Verbleib, überschreibt Krankenhaus oder verstorben nie.
  • Lückenerkennung: SK 1/2 länger als 30 Minuten ohne Ereignis, im Transport länger als 60 Minuten — als Panel in der Führungsansicht.
Krankenhäuser & Transport
  • Krankenhaus-Stammdaten org-weit; je Einsatz telefonisch gemeldete freie Betten SK 1–3.
  • Transport-Vorschläge: Rest = frei − bereits zugeteilt, sortiert nach Restkapazität und Fahrzeit; Warteliste nach Sichtungsrang.
  • ZNA-Portal für Kliniken (tokenbasiert, ohne Konto): nur der eigene Zulauf — Kennung, SK, Transportmittel. Rückkanal: Übergabe bestätigen, Aufnahmefähigkeit melden.
  • Datenminimierung: keine Namen, keine Diagnosen im Portal; Tokens rotierbar, sperrbar, mit Einsatzende ungültig.
In der Übung
  • Patientenwelle als Einspielung der Stabsübungs-Regie: Anzahl, Dauer, Verteilung — tröpfelt über die Übungszeit ein.
  • Übungsuhr stempelt alle MANV-Ereignisse mit Übungszeit; der ÄLRD im Stab sieht Bilanz, Lücken und Kapazitäten.
  • MANV-Widget in der Lagekarten-Sidebar und auf dem Lagemonitor.
Nachweis
  • Jede Registrierung, Sichtung, Zonenbuchung, Maßnahme, Verbleibänderung und Transportzuteilung ist ein eigenes, unveränderliches Ereignis mit Gerät und Bediener.
  • Rechte getrennt: sichten, führen, verwalten.
  • Übermittlung an Kliniken erfolgt an einen eigenen Verantwortlichen — gehört ins Verfahrensverzeichnis des Trägers; wir liefern die technische Grundlage.
app.resqware.de/manv/…/fuehrung
MANV Bahnhofstraße · 47 Patienten · 3 Zonen
SK 1
6
SK 2
13
SK 3
25
Ungesichtet
3
Lücke: W-014 (SK 1) · 34 min ohne Ereignis · zuletzt BHP
Im Transport: 9 · Klinikum Nord 4 · St. Marien 5
Führungsansicht

Die Bilanz, die sonst auf der Rückseite eines Umschlags steht.

Sichtungskategorien, Zonen-Belegung, Transportstand und Lücken aktualisieren sich alle paar Sekunden — aus den Scans der Tablets, nicht aus Zurufen. Derselbe Stand erscheint auf dem Lagemonitor und im ÄLRD-Dashboard der Stabsübung.

  • Bilanz-JSON für eigene Anzeigen
  • Kapazitäts-Matrix der Kliniken je Einsatz
  • Sichtungsgeräte: wer ist wo, seit wann still
1
Karte anhängen
Vorproduzierte QR-Karte ans Lanyard — Kennung existiert, bevor jemand tippt.
2
Sichten
Scan, geführte Vorsichtung, Kategorie. Später ärztliche Sichtung als eigenes Ereignis.
3
Zonen scannen
Ablage → BHP → Transportzone: Jeder Eingang ein Scan, Verbleib läuft mit.
4
Transportieren
Vorschlag nach Kapazität und Fahrzeit, Zuteilung, Klinik bestätigt Übergabe im ZNA-Portal.

Häufige Fragen zum MANV-Modul.

Was passiert, wenn das Netz an der Einsatzstelle weg ist?

Die Tablet-Oberfläche läuft als PWA weiter. Sichtungen und Scans werden lokal gepuffert und beim nächsten Kontakt mit Original-Zeitstempel synchronisiert — doppelte Buchungen werden serverseitig erkannt.

Gibt es eine IVENA-Anbindung?

Noch nicht — die Klärung mit den Betreibern ist offen. Kapazitäten werden derzeit telefonisch erfragt und eingetragen; eine Anbindung würde genau diesen einen Schritt automatisieren, der Rest bleibt gleich.

Was sehen die Krankenhäuser?

Nur ihren eigenen Zulauf: Patientenkennung, Sichtungskategorie, Transportmittel. Keine Namen, keine Diagnosen. Der Zugang ist ein tokenbasierter Link, der mit Einsatzende ungültig wird.

Können wir das in der Übung nutzen?

Ja — genau dafür ist es mit der Stabsübung verzahnt. Die Regie spielt Patientenwellen ein, alle Ereignisse tragen Übungszeit, der ÄLRD im Stab arbeitet mit echten Zahlen.

Keine Patientenliste auf Papier mehr.

Wir zeigen den Weg eines Patienten vom ersten Scan bis zur Übergabe in der Klinik — mit Ihren Kartensätzen.

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